VUGS

Verein zur Unterstützung der Gebärdensprache der Gehörlosen

Association for the Support of Deaf
Sign Language

Oerlikonerstrasse 98
8057 Zürich
Schweiz

Tel. +41 (0)44 830 79 94
Fax +41 (0)44 830 70 49

Ordnung im Archiv, Ordnung in den Unterlagen

Mittwoch, 11. und 25. September 2013, von 18.15 bis 20.15 Uhr
Gehörlosenzentrum Zürich Oerlikon, Clubraum D5

Gehörlosenvereine leisten eine wichtige Arbeit: Sie organisieren Sportwettkämpfe, bieten Anlässe für Jugendliche an oder organisieren gesellige Treffen. Vereine produzieren aber auch viel Papier. Oft weiss man nicht, wo man all die Vereinsunterlagen ablegen soll. Bald hat man nicht mehr genug Platz und fragt sich:

Was kann ich alles wegwerfen?
Was bewahre ich auf?
Was mache ich mit den E-Mails, Powerpointfolien und Word-Dokumenten?

Dieser Kurs ist für Vereine, Selbsthilfeorganisationen, aber auch für Privatpersonen zugeschnitten!

Kursleiter: Michael Gebhard, Historiker, schwerhörig – mit Gebärdensprachdolmetscherin

Kosten: Fr. 50.–, Vugs-Mitglieder erhalten 20 Franken Rabatt!

Anmeldeschluss: Dienstag, 3. September 2013

Organisation: sichtbar GEHÖRLOSE ZÜRICH in Zusammenarbeit mit VUGS, dem Verein zur Unterstützung der Gebärdensprache der Gehörlosen

ESF-Workshop

Im September 2011 wurde ein ESF-Workshop zum Thema "Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Gebärdensprachen" (CEFR to Sign Languages) durchgeführt.

Dieser Anlass wurde vom VUGS, sowie von der HfH, der ZHAW und der Universität Hamburg mitgesponsert.

Der wissenschaftliche Bericht dazu ist nun in Gebärdenvideos (International Sign) verfügbar.

Eine Englische Version finden Sie hier.

(Juli 2012)

Vugs-News

Gehörlosengeschichte,
7. Deutscher Taubstummenkongress,
München, 15. - 17. August 1908

In der Märzausgabe von VisuellPlus wurde von mir im Rahmen meiner Publikationen unter der Rubrik "Heute vor 100 Jahren" ein weitere histrorischer Beitrag über den "7. Deutschen Taubstummenkongress in München vom 15. - 17. August 1908" erscheinen.

An diesem Kongress haben die Deutschen Gehörlosen 53 Anträge gestellt, bei denen es darum geht, wie man die Stellung der gehörlosen Menschen in der hörenden Gesellschaft verbessern könnte.

Weil diese 53 Anträge wegen der Länge meines Beitrages im VisuellPLus keinen Platz haben, habe ich im VisuellPlus nur eine gestraffte Darstellung der Anträge gezeigt. Gleichzeitig habe ich aber im Text darauf hingewiesen, dass Leser, die alle 53 Anträge trotzdem kennen wollen, diese dargestellt finden auf der VUGS-Homepage: 53 Anträge

Benno Caramore

Über Leute mit besonderen Bedürfnissen lernen

Schon seit immer habe ich mich gefragt wie die Leute mit besonderen Bedürfnissen so mit ihren Leben zu recht kommen. Als Kind hatte ich einen Nachbar meines Alters der besondere Bedürfnisse hatte. Seine Eltern haben ihn fast nie aus dem Haus gelassen um mit den anderen Kindern zu spielen. Bis vor ein paar Jahren habe ich in London gewohnt und da ist die Stadt nicht so gut für behinderte oder Leute mit besonderen Bedürfnissen geeignet. Wenigstens habe ich es so gesehen. Und das bekam mir klar erst vor zwei Jahren, als ich hier, nach Zürich gekommen bin. Heute lebe und arbeite ich hier und es gefällt mir viel mehr.

Aber das, was ich sagen will ist, dass Zürich im Gegensatz zu London, viel mehr Möglichkeiten für solche Leute bietet. Eingänge in alle Gebäude sind für solche Leute gut geeignet. Jetzt sehe ich täglich Leute mit besonderen Bedürfnissen auf der Strasse, im Park und überall. Und es gefällt mir über alles, glückliche Leute zu sehen. Aber was macht denn so einen grossen Unterschied. Von meiner Wohnung bis zu meiner Arbeit kann ich jeden Tag drei Zentrums für Leute mit besonderten Bedürfnissen sehen. Einer von ihnen ist gleich neben den Zürich Sex Club in meiner Strasse. Wieso haben hier in Zürich die behinderten und Leute mit besonderen Bedürfnissen ein so viel besseres Socialleben als an vielen anderen Orten?

Es liegt an uns

Einen grossen Teil daran nehmen die Leute die ihnen helfen wollen. Es ist schwer für sich selbst zu sorgen und fast unmöglich für seine Rechte zu kämpfen wenn man behindert ist, oder besondere Bedürfnisse hat. Und da kommen wir ins Einsatz - die Leute die genügend Glück hatten, das ein paar Moleküle ih ihren Körper ihren Job richtig gemacht haben. Und das ist unsere Pflicht. Mich hat es in meiner Kindheit sehr gerührt und traurig gemacht jemanden zu sehen, der nicht die echte Freude am Leben hat. Würde die Welt nicht viel schöner aussehen wenn jeder einen Teil an der Freude hätte? Natürlich würde sie, und wir, Menschen, haben die Möglichkeit das zu machen. Wieso machen wir nicht eine App die den tauben Leuten ermöglicht die Songs von Adele, den Beatles und anderen zu hören? Oder wieso bauen wir nicht etwas, das den blinden Leute eine Möglichkeit gibt die grössten Kunstwerke zu sehen? Wir waren schon auf dem Mond, ich bin mir sicher wir können dies auch schaffen.

Wieso ermöglichen wir nicht den Leuten mit besonderen Bedürfnissen ein Teil von den heutigen socialen Leben zu werden? Sie unterscheiden sich nicht so viel von uns. Sie brauchen auch Liebe und Zuneigung, genau so wie wir alle es brauchen. Ich hoffe ich werde die Möglichkeit haben eines Tages aus meiner Wohnung raus zu gehen und dort alle Menschen glücklich zu sehen. Das Leben würde so leichter für uns alle sein. Und besonders für die, die über ein leichteres, besseres oder anderes Leben nicht wissen.

Sie brauchen uns und wir haben alles was wir brauchen um ihr Leben viel leichter und besonders zu machen. Jemanden könnte eine Rampe vor dem Theater die Möglichkeit bedeuten etwas ganz neues im Leben zu probieren, worüber er bisher nur träumen könnte. Also tun wir etwas Gutes schon heute.